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Willkommen auf den Webseiten des Bolivienprojekts
Das Bolivienprojekt
wird seit einigen Jahren von jungen, motivierten Menschen organisiert,
die ein freiwilliges soziales Jahr oder ihren Zivildienst in der
Fundacion Cristo Vive leisten.
Da in den Sommerferien (Januar/Februar) die meisten Einrichtungen, wo wir jungen Leute arbeiten, geschlossen sind, haben wir die Möglichkeit, unser eigenes Projekt im Nachbarland Bolivien zu organisieren.
| (auf ) Wiedersehen (?) |
| Geschrieben von MartHa | |
| Monday, 21 February 2005 | |
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Als wir voriges Wochenende am Busterminal warteten, um zum Karneval nach Oruro zu fahren, standen urplötzlich zwei 11-jährige Mädchen aus dem Heim, die dort schon seit einiger Zeit „vermisst“ wurden, vor uns. Frierend standen sie da, in den Händen eine schwarze Plastiktüte, in dem ein Pullover für beide lag. Auf die Frage, warum sie abgehauen seien, erwiderten sie :“Las tías son malas,“ die Tias (Erzieherinnen) seien schlecht. Momentan würden sie auf der Straße neben einem Kiosk übernachten. Geld hatten sie natürlich nicht. Nicht einmal, um sich für diesen Tag noch etwas zu essen zu kaufen. Sie hatten seit zwei Tagen nichts mehr gegessen. Selbstverständlich haben wir ihnen ein wenig zu essen gekauft, jedoch nicht ohne zu erwähnen, dass sie dies im Heim jeden Tag bekommen würden. Leider blieb uns nicht besonders viel Zeit, da unser Bus nach Oruro abfuhr. Als wir die beiden zum Abschied in den Arm genommen haben, fingen sie schrecklich an zu weinen und beichteten uns, dass sie schreckliche Angst haben, die Nächte auf der Straße zu schlafen. Diese Situation am Terminal hat mich so niedergeschlagen, dass mir jegliche Lust am Karneval verging und mich immer noch bedrückt. Ich denke oft an die beiden, wo sie gerade sein mögen, ob es ihnen gut geht. Ich frage mich : Was muss passieren, dass zwei 11-jährige Mädchen das Leben auf der Straße dem Heim mit Bett, Essen und einem Dach über dem Kopf vorziehen. Wir wissen alle, dass die Situation im Mädchenheim „ Maria Christina“ im Moment sehr problematisch ist, da versucht wird, fast alle Probleme mit Gewalt zu lösen.. Unter den Kindern, aber auch von den Tías aus. Ich kann nachvollziehen, dass die Kinder sich vorstellen, das Leben auf der Straße sei besser als das im Heim, da ihnen dort keiner etwas vorschreibt. Ihnen dieses Leben ein wenig Freiheit zurück gibt. Was mir aber unbegreiflich ist, ist, dass die Mädchen, die einmal die Erfahrung auf der Straße gemacht haben, wie diese beiden, ein zweites Mal das Leben auf der Straße wählen! Was wir später erfahren haben, ist, dass eines der Mädchen sogar schon zwei Mal von einer Familie adoptiert wurde und immer wieder ins Heim oder auf die Straße abgehauen ist. |
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| Letzte Aktualisierung ( Monday, 21 March 2005 ) |
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