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Willkommen auf den Webseiten des Bolivienprojekts

42_6402_0040.thumb.jpg Das Bolivienprojekt wird seit einigen Jahren von jungen, motivierten Menschen organisiert, die ein freiwilliges soziales Jahr oder ihren Zivildienst in der Fundacion Cristo Vive leisten.

Da in den Sommerferien (Januar/Februar) die meisten Einrichtungen, wo wir jungen Leute arbeiten, geschlossen sind, haben wir die Möglichkeit, unser eigenes Projekt im Nachbarland Bolivien zu organisieren.


Von Kopfschmerzen und ... anderen Dingen
Geschrieben von Simon   
Friday, 04 February 2005


Und wie geht es den Voluntariern selbst?

Jaaaaaaaaa, wie geht es uns denn? Die Erfahrungen sind sicherlich höchst unterschiedlich und ich nehme es mir nicht heraus, für alle zu sprechen. Am Ende einer gesundheitlich durchwachsenen Woche denke ich aber, unserem Wohlergehen sollte auch ein kleines Berichtlein gewidmet werden...

Ich für meinen Teil hätte genügend Grund zu Klagen: Es ist bereits das dritte Mal, dass mich "Magenverstimmungen" (Ausdruck kommt nicht an andere, nicht jugendfreie Beschreibungen heran, Anm. d. Rd.) heimgesucht haben, die ein geregeltes Arbeiten unmöglich gemacht haben. Doch bin ich nicht der Einzige, der mit diesen Beschwerden zu kämpfen hat, regelmäßig haben wir Ausfälle in Reihen unserer wackeren Voluntarier-Helden. Diese gesundheitlichen Schwierigkeiten fanden gestern mit Tobias' Einlieferung ins Krankenhaus ihren Höhepunkt, er hatte tagelang unter den oben genannten "Magenverstimmungen" gelitten. Zur Beruhigung: er kommt durch (das war ein Witz), er ist auf dem Weg der Besserung und wird in den nächsten Tagen wieder zu uns stoßen. Aber was ist an all dem Schuld, woher kommen Fieber, Magenverstimmungen und Übelkeit und womit haben wir noch zu kämpfen?

Sicherlich hat es zum größten Teil mit dem für unsere Körper ungewohnten Essen zu tun, welches wir hier in Bolivien vorgesetzt bekommen. Nicht ohne Grund trinken wir Wasser nur aus Flaschen, die wir in großen Mengen vom Supermarkt beordern. Doch auch wenn die Mahlzeiten, auch in den Heimen durchaus lecker und reichhaltig, sehr gut zubereitet werden, so sind es Faktoren wie sauberes Geschirr oder auch die allgegenwärtigen, keimübertragenden, Fliegen, welche Gefahr für den Verdauungstrakt bedeuten.

Des Weiteren kommt hinzu, dass alle Voluntarier täglich in Kontakt zu den oft nach Urin stinkenden Kindern kommen, mit ihnen spielen, raufen oder sich einfach nur umarmen lassen. Daher steht auch die Umsetzung des Wasserprojektes mitsamt Filterinstallation und Renovierung der Duschen an oberster Stelle unseres Planes. Denn auch wir haben keinen Zugang zu funktionierenden Duschen, alle paar Tage muss eben ein Eimer Wasser und Seife herhalten. Auch ist die gesamte Gruppe in nur zwei Räumen untergebracht, wo sich zwangsläufig Arbeitskleidung, Bettwäsche und persönlicher Besitz auf sehr begrenztem Raum wieder finden. Ansteckungen sind also nicht nur möglich, sondern auch wahrscheinlich. Einmal erkrankt, ist die Erholung sehr schwierig, da weder privater Raum noch ruhige Oasen in der Nähe sind.

Täglich wird unser Bad von uns selbst gesäubert, doch eine Toilette für 20 Voluntarier ist eben doch nicht sehr viel. Aber dies alles wussten wir vorher, deshalb höre ich jetzt auf zu jammern und versuche noch irgendwas zu erledigen, obwohl das flau Gefühl in der Magengegend nichts Gutes verheißen lässt. Und nur zur Information: wir sind alle guten Mutes!!!

 

Letzte Aktualisierung ( Monday, 14 February 2005 )
 
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