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Willkommen auf den Webseiten des Bolivienprojekts

42_6402_0040.thumb.jpg Das Bolivienprojekt wird seit einigen Jahren von jungen, motivierten Menschen organisiert, die ein freiwilliges soziales Jahr oder ihren Zivildienst in der Fundacion Cristo Vive leisten.

Da in den Sommerferien (Januar/Februar) die meisten Einrichtungen, wo wir jungen Leute arbeiten, geschlossen sind, haben wir die Möglichkeit, unser eigenes Projekt im Nachbarland Bolivien zu organisieren.


Fahrt Teil 2: Von 0 auf 4500
Geschrieben von Julian   
Monday, 17 January 2005

 

Wir ueberlassen die Entscheidung der Weiterfahrt dem Busunternehmen, da wir wissen, dass kein Bus von Chile aus nach Bolivien fahren wird, wenn Gefahr fuer den Bus besteht.

Als wir um 9:00 Uhr morgens am Internationalen Terminal von Arica stehen, fuehle ich mich unserem Ziel schon deutlich naeher. Neben uns warten Indiofrauen in ihren farbenfrohen traditionellen Trachten, ihren Kindern auf dem Ruecken und ihren Hueten, die mich an Melonen (die Huete) erinnern, und verursachen (mit unserer Hilfe) ein Heidenchaos.

 

Langsam aber stetig bewegt sich unser diesmal weniger komfortabel ausgestatteter Bus auf der schmalen Hangstrasse Richtung bolivinische Grenze. Die Strasse ist zum grossen Teil “sogar” geteert,  trotzdem scheinen einige der Reisegenossen mit jedem gewonnen Hoehenmeter ein wenig ihrer Gesichtsfarbe zu verlieren. Die “Polyglobulia”, auch gemeine Hoehenkrankheit genannt, fordert ihre Opfer.

Den Bleichheitshoehepunkt erreichen wir an der bolivinasichen Grenze, obwohl sie auf nur 3800m liegt. Aussteigen, eisiger Wind, Temperaturen um 10 C und dazu frostige Grenzbeamte, die einigen Voluntariern die Einreise verweigern, da sie Dokumente, die zuvor als unnoetig deklariert wurden, nicht dabei haben.

Das einzige was nicht zu dieser Siuation passt sind die Flamingos, die, dumm dreist glotzend, in einem nahegelegenen See stehen und solche Situationen schon zu kennen scheinen.

Trotzdem schaffen wir es nach einiger Ueberredungskunst, weiteren Grenzkontrollen und diversen Bechern Mate de Coca-Tee gegen die Hoehenkrankheit, bolivianisches Territorium zu erreichen. Hier gilt es noch einige hundert Hoehenmeter zu gewinnen und sich dann langsam wieder auf die Abfahrt vorzubereiten.

Obwohl es noch weiter nach oben geht, werden die Berge schnell merklich gruener und direkt hinter der Grenze begrusst uns eine Herde wilder Lamas. Welch ein Einstand!

Nach 6 weiteren Stunden Fahrt, die uns  an Doerfchen vorbeifuehren, die scheinbar nur aus zerfallenden Lehmhuetten bestehen, erreichen wir ausgelaugt von der anstrengenden Fahrt nach insgesamt 15 Stunden, mitten in der Nacht, Cochabamba.

 

 

 

Letzte Aktualisierung ( Friday, 04 February 2005 )
 
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